Die Zukunft der THG-Quote: Regulatorische Meilensteine bis 2040 und neue Chancen für E-Flotten

thg quote ps team

Der Verkehrssektor steht im Zentrum der nationalen und europäischen Klimabemühungen. Während die Gesamtemissionen in Deutschland seit 1990 deutlich gesunken sind, blieb der Straßenverkehr lange Zeit das Sorgenkind der Klimapolitik. Sein Anteil an den Gesamtemissionen stieg im gleichen Zeitraum von 13 auf 22 Prozent an. Um diese Entwicklung umzukehren, hat der Gesetzgeber die Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) als zentrales Steuerungsinstrument etabliert. Mit der jüngsten Gesetzesnovelle, die Ende April 2026 vom Bundestag verabschiedet wurde, erfährt dieses Instrument nun eine weitreichende Verschärfung.

Die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen zielen darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien im Straßenverkehr bis 2040 auf 70 Prozent zu steigern. Für Unternehmen und Flottenbetreiber ergeben sich daraus nicht nur neue Pflichten, sondern vor allem lukrative Möglichkeiten zur Refinanzierung ihrer Elektrifizierungsstrategie.

Der Stufenplan bis 2040: Ein ambitionierter Pfad

Die THG-Quote verpflichtet Kraftstoffanbieter dazu, die Treibhausgasemissionen der von ihnen in Verkehr gebrachten Kraftstoffe schrittweise zu senken. Können sie diese Vorgaben nicht durch eigene Maßnahmen erfüllen, müssen sie Emissionszertifikate von Dritten erwerben. Bislang lag die Zielmarke bei einer Minderungsquote von 12 Prozent für das Jahr 2026.

Mit dem aktuellen Gesetzesbeschluss zur Umsetzung der europäischen RED-III-Richtlinie wird dieser Pfad deutlich steiler. Bereits im Jahr 2027 steigt die Quote sprunghaft auf 17,5 Prozent an. Danach folgt eine kontinuierliche Anhebung, die im Jahr 2040 bei einer verpflichtenden Minderung von 65 Prozent gipfelt. Dieser Beschluss geht sogar über den ursprünglichen Regierungsentwurf hinaus, der lediglich 59 Prozent vorgesehen hatte.

VerpflichtungsjahrTHG-MinderungsquoteWichtige Neuerungen
202612,0 %Ende der Doppelanrechnung für fortschrittliche Biokraftstoffe
202717,5 %Sprunghafter Anstieg; Vor-Ort-Kontrollen werden Pflicht
203025,0 %Mindestverpflichtung von 1,5 % für grünen Wasserstoff greift
204065,0 %Zielmarke: 70 % erneuerbare Energien im Verkehrssektor

Technologieoffenheit und neue Erfüllungsoptionen

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, setzt der Gesetzgeber auf einen Mix verschiedener Erfüllungsoptionen. Neben dem direkten Einsatz von Strom in Elektrofahrzeugen spielen fortschrittliche Biokraftstoffe und grüner Wasserstoff eine zentrale Rolle.

Besondere Aufmerksamkeit erhält die neue Unterquote für erneuerbare Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RFNBO), zu denen vor allem grüner Wasserstoff und E-Fuels zählen. Diese Quote steigt bis 2040 auf mindestens 10 Prozent an und soll als starker Impulsgeber für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft fungieren.

Gleichzeitig werden die Regeln für Biokraftstoffe neu justiert. Während fortschrittliche Biokraftstoffe aus Reststoffen wie Stroh oder Gülle stärker gefördert werden, entfällt ab 2027 die Anrechenbarkeit von Reststoffen aus der Palmölproduktion. Auch konventionelle Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermitteln werden gedeckelt, um Nutzungskonflikte zu vermeiden.

„Das neue Gesetz trägt zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Importen bei. Je mehr Elektroautos es gibt und je mehr Sprit aus Wasserstoff oder nachhaltiger Biomasse gewonnen wird, desto besser können wir künftige fossile Energiekrisen aushalten.“ – Carsten Schneider (SPD), Bundesumweltminister

Starke Anreize für die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs

Ein wesentlicher Hebel zur Erreichung der Klimaziele ist die Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs. Der Gesetzgeber honoriert dies durch attraktive Multiplikatoren bei der THG-Quote. Ab dem Jahr 2027 kann der Einsatz von Strom in elektrisch angetriebenen Lkw und Bussen der Klassen M3 und N3 mit dem Faktor vier angerechnet werden. Dies bedeutet, dass die eingesetzte Strommenge für die Berechnung der THG-Quote vervierfacht wird, was die Erlöse für Flottenbetreiber signifikant steigert.

Auch für Ladeinfrastruktur gibt es Neuerungen: Ab Januar 2028 wird Ladestrom aus Biogas auf die THG-Quote anrechenbar sein, was völlig neue Geschäftsmodelle für Biogasanlagenbetreiber und Ladeinfrastrukturanbieter ermöglicht.

Vom Gesetzestext zur Wertschöpfung: Chancen für Flottenbetreiber

Für Unternehmen mit elektrifizierten Flotten ist die THG-Quote längst kein theoretisches Konstrukt mehr, sondern ein handfester wirtschaftlicher Faktor. Seit 2022 können Halter von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) ihre eingesparten CO2-Emissionen zertifizieren lassen und an quotenpflichtige Mineralölkonzerne verkaufen. Durch die nun beschlossene Anhebung der Minderungsquoten auf 65 Prozent bis 2040 steigt der Druck auf die Kraftstoffanbieter, was mittelfristig zu einer stabilen Nachfrage nach THG-Zertifikaten führen wird.

Die Herausforderung für Flottenbetreiber liegt jedoch in der praktischen Umsetzung. Der Prozess der Zertifizierung und Vermarktung erfordert nicht nur administrative Ressourcen, sondern auch Zugang zu den entsprechenden Handelsmärkten. Genau an diesem Punkt setzt die Dienstleistung von PS Team an.

Die THG-Quote mühelos monetarisieren mit PS Team

Als erfahrener Partner im Mobilitätssektor ermöglicht PS Team E-Flottenbetreibern einen kosten- und risikolosen Zugang zum Emissionshandel. Der Prozess ist dabei so gestaltet, dass er sich nahtlos in das bestehende Flottenmanagement integriert, ohne zusätzlichen administrativen Aufwand für das Unternehmen zu generieren.

Der Service von PS Team basiert auf drei zentralen Säulen:

  1. Effiziente Datenaufnahme und Beantragung: Nach Erteilung einer Vollmacht übernimmt PS Team die komplette Abwicklung. Wenn die Fahrzeugzulassung bereits über PS Team erfolgt, liegen alle notwendigen Daten ohnehin vor. Die Beantragung des CO2-Zertifikats beim Umweltbundesamt erfolgt schnell und rechtssicher.
  2. Strategische Bündelung: Durch die Zusammenfassung der Quoten zahlreicher Kunden schnürt PS Team attraktive Pakete für den Markt. Diese Bündelung ist der Schlüssel, um in Verhandlungen mit Mineralölkonzernen überdurchschnittliche Preise zu erzielen.
  3. Direkter Marktzugang: Mit einem etablierten Netzwerk und exzellenten Kontakten zu den Kraftstoffproduzenten stellt PS Team sicher, dass die generierten Quoten schnell und zu den bestmöglichen Konditionen veräußert werden.

Für Flottenbetreiber bedeutet dies einen jährlich automatisierten Prozess, der verlässliche Zusatzerlöse generiert, ohne eigene Ressourcen zu binden. Als One-Stop-Shop für batterieelektrische Fahrzeuge verbindet PS Team die Zulassungsprozesse elegant mit der THG-Quotenvermarktung.

Die regulatorischen Weichen bis 2040 sind gestellt. Der Gesetzgeber hat klare Anreize geschaffen, um den Verkehrssektor in eine emissionsfreie Zukunft zu lenken. Für Unternehmen mit E-Flotten ist jetzt der ideale Zeitpunkt, diese regulatorischen Vorgaben in einen wirtschaftlichen Vorteil umzuwandeln – mit einem starken Partner an ihrer Seite.

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